Als Sara geboren wurde, lag ein Zettel in der Schublade. Ihre Mutter hatte ihn geschrieben, als es Sara noch gar nicht gab. Ein einziger Satz stand darauf: Wir haben lange nach deinem Namen gesucht. Sara fand das seltsam — ein Name ist doch einfach ein Name? Aber ihre Mutter erzählte, wie sie alle Namen laut ausgesprochen hatten, Abend für Abend, bis einer dabei war, der klang, als gehöre er schon jemandem. Ihr. Seit diesem Tag sagt Sara ihren eigenen Namen manchmal leise vor sich hin, und dann denkt sie: der ist für mich ausgedacht worden.
Aus der Lehre
Alles, was wir sind, beginnt mit dem, was wir denken.
Frei nach Dhammapada 1
Schon gewusst?
Auf der Welt gibt es mehr als zehn Millionen verschiedene Vornamen. Und trotzdem trägt niemand deinen Namen genau so wie du.
Die Frage der Woche
“Wenn du dir heute deinen Namen aussuchen dürftest, welchen würdest du nehmen — und warum diesen?”
Die Zeichnung
Schreib deinen Namen so groß, wie du kannst, und mach eine Zeichnung daraus. Lass die Buchstaben etwas werden.
Der Wunsch
Ich freue mich über meinen Namen.
Lass mich etwas Schönes daraus machen.
Für die Eltern
Erzählen Sie einmal am Tisch, wie Sie selbst zu Ihrem Namen gekommen sind. Lassen Sie danach eine Stille entstehen: Kinder brauchen manchmal zehn Sekunden.